In der ersten Sommerferienwoche hieß es für unsere Jugendfeuerwehr wieder: Zelte einpacken und los geht’s! Von Samstag bis Samstag verbrachten wir gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Ottersberg eine wunderschöne Woche am Friesensee in Wittmund. Mit rund 60 Teilnehmenden haben wir dort wieder ein Zeltlager in Eigenregie organisiert.
Nach der Ankunft stand am Samstag zunächst der Aufbau unseres Lagers auf dem Programm. Schnell entstand aus einer großen Wiese unser Zuhause für die kommende Woche. Der Campingplatz erwies sich dabei als echter Glücksgriff: Unsere Zeltwiese lag etwas abseits, sodass wir ausreichend Platz hatten und andere Urlauber:innen nicht störten. Gleichzeitig begegneten uns alle Camper:innen auf dem Platz mit großer Freundlichkeit. So entstanden einige nette Gespräche und wir wurden so manches Mal mit einem Schmunzeln im Gesicht beobachtet. Besonders komfortabel waren die direkt an unserer Wiese gelegenen, von uns gemieteten Sanitärhäuschen. Durch diese hatten wir kurze Wege zu Toiletten, Duschen und Spülmöglichkeiten und unser Lageralltag wurde deutlich erleichtert.
Ganz bewusst haben wir in diesem Jahr auf Wettbewerbe und Leistungsvergleiche verzichtet. Stattdessen standen Gemeinschaft, Erholung und gemeinsame Erlebnisse für uns im Mittelpunkt. Der Tag begann meist erst um 9 Uhr mit dem Frühstück, sodass alle ausgeschlafen in den Tag starten konnten. Auch das Wochenprogramm wurde gemeinsam mit den Jugendlichen abgestimmt. Ihr Wunsch nach ausreichend Freizeit auf dem Zeltplatz wurde dabei genauso berücksichtigt wie abwechslungsreiche Ausflüge. An den freien Tagen wurde uns aber natürlich nicht langweilig: Das beheizte Freibad direkt am Platz haben wir ausgiebig genutzt, gemeinsam gestalteten wir unsere Zeltlager-Shirts fertig, bastelten Paracord-Armbänder und kreative Nagelbilder oder tüftelten an kleinen Booten. Am letzten Abend haben wir unsere selbstgebauten Boote gemeinsam auf dem Friesensee zu Wasser gelassen. Und kein einziges der gestarteten Boote ging unter! Außerdem haben wir am letzten Abend für einander Schatzkisten mit Notizen gefüllt. Alleine das Erstellen hat für viel Gänsehaut und Momente der Freude, Dankbarkeit aber auch Sentimentalität gesorgt.
Natürlich durften Aktivitäten außerhalb des Platzes nicht fehlen. Gemeinsam besuchten wir das Marinemuseum in Wilhelmshaven und unternahmen zuvor eine spannende Hafenrundfahrt. Hoch hinaus ging es davor schon im Hochseilgarten, wo viel Mut gefragt war und viele Jugendliche über sich hinaus gewachsen sind. Zum krönenden Abschluss der Ausflugswoche verbrachten wir den Freitag im Jaderpark und machten dort die Fahrgeschäfte unsicher.
Ein wichtiger Bestandteil unseres Zeltlagers waren auch in diesem Jahr die Dienste der Jugendlichen. Alle waren in verschiedene Teams eingeteilt und halfen dabei, das Frühstück vorzubereiten, das Abendessen mit zu kochen, den Küchenabwasch zu übernehmen oder für Ordnung und Sauberkeit auf dem Platz zu sorgen. So haben alle Verantwortung übernommen und zum Gelingen der Woche beitragen.
Das Wetter zeigte sich zwar nicht immer von seiner besten Seite, doch auch einige Regenschauer konnten unserer guten Stimmung nichts anhaben. Gegen Ende der Woche wurde das Wetter sowieso immer besser, sodass wir unser Lager am Samstag bei strahlendem Sonnenschein abbauen konnten. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge machten wir uns schließlich auf den Heimweg: erschöpft, voller schöner Erinnerungen und mit dem Gefühl, eine ganz besondere Woche erlebt zu haben.
Ein ganz besonderer Dank gilt Diana und Matthias Scheffter, die wie schon vor drei Jahren in Tönning wieder mit dabei waren und uns kulinarisch verwöhnt haben. Das Essen wurde von den Jugendlichen durchweg gelobt und spätestens bei der legendären Gnocchi-Pfanne schlugen viele Herzen wieder höher. Wir können gar nicht genug betonen, wie wertvoll eure Unterstützung war – nicht nur in der Küche, sondern auch menschlich. Ihr habt diese Woche auf ganz besondere Weise bereichert!
Ebenso bedanken wir uns herzlich beim Eiscafé Lindenlaub, Brünings Scheune und der Alten Wümmeschleuse für das unkomplizierte Ausleihen von Küchenequipment. Ein großes Dankeschön geht außerdem an die Firma Baseline, die uns kostenlos ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank auch an den TSV Ottersberg und das Autohaus Wolf & Sohn, die uns Fahrzeuge zu einem günstigen Preis zur Verfügung gestellt haben und damit unsere Fahrzeugkolonne vervollständigt haben. Ein weiterer Dank gilt dem Campingplatz Friesensee für die unkomplizierte Planung. Diese gesamte Unterstützung hat die Organisation und Durchführung des Zeltlagers enorm erleichtert.
Das schönste Fazit stammt wohl von unseren Jugendlichen selbst: Viele von ihnen haben gesagt, dass dies ihr bisher bestes Zeltlager gewesen sei. Dem können wir uns nur anschließen. Die Mischung aus Gemeinschaft, Mitbestimmung, tollen Ausflügen und ganz viel gemeinsamer Zeit hat diese Woche zu etwas ganz Besonderem gemacht. Wenn es sich ergibt, kommen wir sehr gerne wieder an den Friesensee zurück. Zunächst freuen wir uns aber auf das Landeszeltlager im kommenden Jahr. Das wird zwar wieder ganz anders, aber bestimmt genauso erlebnisreich!


